Gold-Boom dank Griechenland-Krise

Apr. 9, 2010 | Goldpreis | 1 Kommentar

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Alle Welt – zumindest aber ganz Europa – redet von der Griechenland-Krise. Wann kollabiert der Bankensektor des kleinen Balkanstaates? Wie lange kann der griechische Staat seine Schulden noch bedienen? Der Euro ist durch die Griechenland-Krise schon vor längerer Zeit unter Druck geraten.

Heute titelt SPIEGEL ONLINE in großen Lettern: Angst vor der Pleite -Griechen-Krise treibt Goldpreis in die Höhe. In Euro berechnet kostet Gold mit 863 Euro je Feinunze Gold (31,3 Gramm) am heutigen Freitag so viel wie noch nie – Rekord! Da in US-amerikanischer Währung gehandelt wird (weshalb man einige Dinge beachten sollte – dazu ein Hinweis auf den Artikel Gold wird in Dollar gehandelt), hier noch der entsprechende Dollarbetrag: 1156,85 Dollar – etwas niedriger als im Januar 2010, als die Feinunze Gold noch 5 Dollar teurer war. Doch der Wertverlust des Euro erklärt den Gold-Höchstpreis in der Gemeinschaftswährung.

Die Entwicklung ist eine ganz natürliche – man flüchtet in Zeiten der Krise in krisensichere Rochstoffe. So berichtet SPIEGEL ONLINE, dass die Goldfonds geradezu explodieren

„Gier und Angst treiben den Goldpreis“ – so beschreiben Experten der Commerzbank die Lage an den Rohstoffmärkten. Die großen börsennotierten Goldfonds verzeichnen demnach immer stärkere Geldzuflüsse und kaufen damit das Edelmetall. Der Branchenprimus SPDR Gold Trust habe alleine gestern einen Zuwachs von fast zehn Tonnen gemeldet..

Sollte man jetzt noch einsteigen und Gold kaufen? Oder ist der Goldpreis bereits zu hoch? Natürlich wäre es besser gewesen, schon vor einem Jahr ins Gold zu flüchten, aber bei allen Formen der Geldanlage gilt: Nicht der Ist-Preis ist ausschlaggebend, sondern die Differenz zwischen dem (persönlichen) Einkaufspreis und dem späteren Verkaufspreis. Wer kann schon prognostizieren, wie lange der Goldpreis noch ansteigen wird?

Als informierter Bürger sollte man auch bei einem mäßigen Zeitungskonsum erkennen, dass die Griechenland-Krise noch überhaupt nicht vorbei ist und der Wirtschaftsaufschwung auf sich warten lässt – trotz vereinzelter positiver Nachrichten. Der Euro wackelt stärker als je zuvor – schützen Sie sich vor der Hyperinflation durch physisches Gold.

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Geschrieben von unserem erfahrenen Finanzexperten, der sich auf Edelmetallinvestitionen spezialisiert hat.

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1 Kommentar

  1. Uli

    Sie haben den Trend echt schon vor Monaten erkannt – schade, dass unsere Herrn Politiker und natürlich Frau Merkel hier wohl nicht mitliest…

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